Northern Lights Tour: Tag 1

Nach der Tour ist vor der Tour.

Das hab ich schon oft gehört und auch schon oft selbst gesagt.

Als Organisator und Anbieter von Motorradtouren weltweit hat das nur eine ganz andere Bedeutung für mich erlangt…!

War es doch als Privatier bis dato immer nur die Vorbereitung des eigenen Motorrades und die Überprüfung des genutzten Equipments, so bedeutet es jetzt eigentlich unter Dauerstrom zu stehen. ⚡️⚡️⚡️

Aber dazu später mehr. Nur eines schon vorweg:

Meiner masochistischen Seite gefällt das…, sogar ziemlich gut 😂🙈

Nun der Report zur Northern Lights Tour 2019.

Mit Marion, Michelle, Thomas, David und Oliver hatten Hasi und ich eine schöne kleine Gruppe Teilnehmer für diese Ausgabe die uns Ihr Vertrauen schenkten.

Zwei von Ihnen sind „Wiederholungstäter“ 😅👍

Marion war schon mit uns 2017 auf dem 1. Girls Photo & Adventure Ride dabei und Thomas war dieses Jahr bereits mit uns auf der Costa Brava Tour Offroad unterwegs. Die Termine für diese beiden Touren in 2020 stehen auch bereits fest.

Unsere Northern Lights Tour führte vom 20.-27.10.2019 gute 2500km über Schotterpisten, kleine Sträßchen und auch über einige Meter Schnee durch das wunderschöne Schweden und das ebenfalls herrliche Norwegen.

Treffpunkt war für den 20.10. um 8.30 in Trelleborg festgelegt. Thomas (der extra aus der Schweiz angereist kam – auf der Achse!!!) hatte sich somit verdient bei uns privat zu übernachten. Oliver hatte es da aus der Wormser Ecke nicht ganz so weit, aber deshalb musste er nicht draußen schlafen. 😅

Die beiden kamen am 18.10. abends bei uns an. Hasi und ich waren gerade fertig geworden mit den letzten Vorbereitungen und der Fahrzeugpackerei.

Bin ich doch gerade erst 2 Tage vorher von einer großartigen 10 Tage dauernden Europatour (D-A-SL-I-CH-D) mit Vietnamesischen Teilnehmern wieder zuhause angekommen.

Also für die Jungs noch schnell ein Süppchen gekocht, ein wenig gebabbelt und dann ging es um 1Uhr früh ab ins Bett.

Aufstehen war um 7Uhr angesagt, damit wir genügend Zeit hatten um die Fähre in Rostock zu erreichen.

Oliver und Thomas fuhren weiter auf ihren K25 GS‘sen gen Norden. Hasi und ich im Begleitfahrzeug. Meine K25 BMW Adventure musste diesmal zuhause bleiben. Wollte ich doch mal Hasis BMW F800GS mit dem neuen Gabelinnenleben von Wilbers austesten.

Die Fähre erreichten wir pünktlich. Vorher nochmal alles vollgetankt, denn in Skandinavien ist der Sprit „etwas“ teurer 💸💸💸😬 Was zu futtern und ein Bierchen für jeden hatten wir dabei. Und los ging die lustige Überfahrt. 5h später legten wir planmäßig in Trelleborg an.

Nachdem klar war, dass Oliver und Thomas mit uns anreisen würden und Marion, Michelle und David über Dänemark nach Trelleborg kommen wollten, verlegte ich den Treffpunkt kurzer Hand nach Malmö, denn da mussten wir eh vorbei und so mussten die drei aus Dänemark nicht sinnlos 60km hin und wieder zurückfahren. Das wurde dankend angenommen. Treffpunkt war somit stilecht in Schweden auf einem IKEA-Parkplatz in Malmö 😅

Die Gruppe war erstmal komplett. Das Gepäck wurde abgepackt und in unser Begleitfahrzeug eingeladen.

Hasis F800 wartete bereits darauf endlich loszukönnen 🤓

Das erste Tagesziel ging hoch bis oberhalb von Jönköping. Wir hatten insgesamt 390km abzuspulen. Begann es anfangs noch über große Bundesstraßen und sogar ein Stück Autobahn um zügig Kilometer zu machen, so wurden die Straßen mit der Zeit immer kleiner, bei etwas mehr als der Hälfte der Strecke ging es dann erstmals runter vom Asphalt und rauf auf Schotter. Zum eingewöhnen erstmal nur gut 5km, dann gab es unsere kleine Kaffeepause auf einer Landzunge. Sehr schön zwischen zwei Seen gelegen. Jeder genoß den Cappuccino aus unserer dekadenten Jura Kaffeemaschine im Auto. Da waren sich alle einig, das ist echt Porno so in der freien Natur zu sein und dann einen richtig guten Cappuccino zu trinken 😅☕️

Wir verweilten gute 45 Minuten bevor es weiter ging. Ab da ging es dann quasi nur noch auf Schotterstrecken durch den Wald. Kurvig, hoch und runter, mal eng mal weit.

So ging es eine ganze Weile. Herrlich zum genießen. Das Wetter spielte auch mit. Es war zwar etwas bewölkt, aber mit gut 12 Grad nicht kalt und es regnete nicht.

Nicht weit vom Zielort entfernt komme ich um eine Rechtskurve und denke ich seh nicht recht!!! Steht da ein riesiger Elch genau auf dem Track und starrt mich verdutz an 😅

Die anderen kommen nach und nach auch und halten ebenfalls an. Ich fummel noch immer in meiner Tasche nach dem Handy um ein Bild zu machen. Endlich hab ich das verflixte Telefon aus der Tasche bekommen, macht der Gute einfach zwei ordentliche Sätze und verschwindet rechts im Wald… 😆 dann halt kein Foto. Aber gesehen haben wir ihn alle und das kann uns keiner mehr nehmen. ☺️

Großartig 👏👏

Das letzte Stück geht wieder über kleine Asphaltstraßen.

Als wir das Ziel erreichen ist es grad dunkel geworden. Keiner mag jetzt noch ein Zelt aufbauen. Also werden kurzer Hand die ebenfalls vorhandenen Hütten angemietet. Wir hatten beim Einkauf der Lebensmittel ein wenig getrödelt und deshalb waren wir etwas später als geplant am Zielort.

Während sich alle häuslich eingerichteten und schon teilweise das gemeinsame Abendessen vorbereitet kümmerte ich mich um das Lagerfeuer 🔥

Das war auch recht schnell entfacht und in ansehnlicher Größe. Ich stellte meine beiden mobilen Grills auf und schon lagen die herrlichen Rindersteaks auf dem Rost.

Ein perfekter Ausklang für einen tollen Tag. Wir stießen selbstverständlich mehrfach mit jeweils einem lautem „Skoll“ an 🍻

Vollgefuttert und zufrieden fielen dann auch die Letzten der Truppe gegen 23.30 ins Bett.

Tag 2 folgt…